21 November 2013

Die Zukunft, die auf unseren Schultern liegt, mit den Plänen der Anderen

"Du sollst wissen, dass die Gesellschaft an denen wächst, die sie infrage stellen.
Und Du sollst wissen, dass ich Dir das gestohlene Jahr zurückgeben möchte. An jedem Tag, an jedem Wochenende – und nach dem Abitur. Am besten kein Auslandsstudium. Kein Sommerseminar. Sondern einfach eine Reise ohne Weg und ohne Ziel. Denn wenn Du Deine Seele bis dahin nicht in einem Klassenzimmer gefunden hast, wirst Du sie auch in einem Hörsaal nicht finden. Aber vielleicht tief in einem finnischen Wald, mitten in einem äthiopischen Dorf oder auf der Sitzbank eines amerikanischen Überlandbusses. Irgendwo, irgendwann, wenn Du es nicht erwartest.
Und ich hoffe, dass Du mich dann, wenn es losgehen soll, nicht mitleidig anschaust und sagst: »Das ist doch reine Zeitverschwendung.«
Dein Papa" - dies sind die letzten Zeilen eines Briefes. Ein Brief der von einem Vater an seine Tochter geschrieben wurde. Diese Brief wurde in der zeit veröffentlicht. Dieser Brief ist beeindruckend und wahr.  Es geht um die Kindheit die uns verloren geht, durch den Druck und die Ziele, die uns andere auferlegen. Natürlich, alle wollen sie nur das Beste für uns. Seine Rente möchte später aber auch jeder haben.
Was mich an diesem Brief auch sehr berührt hat: die Suche nach der eigenen Seele, die man nicht unbedingt im Klassenzimmer und zwischen Wissenslektüre findet. Ich selber weiß nicht wer ich bin und was ich mit meinem Leben machen möchte. Ich weiß es einfach nicht. Ich hatte auch nie die Möglichkeiten es herauszufinden. Allerdings bin ich in der Zehnten und soll jetzt wissen was ich beruflich machen will.
Woher? Woher soll ich wissen was ich, im besten Fall, mein Leben lang machen möchte? Muss ich dazu nicht wissen was ich gerne mache, was nicht, was ich liebe, was nicht, was ich kann, was nicht und vorallem: wer ich bin und was zu mir passt?
Keiner will uns Vorschreiben was wir machen sollen, wir sollen ja tun wonach uns das Herz steht. Tja, in einer Welt in der man uns alles vorneweg bereitlegt, wie will das funktionieren?
Lebens- und Entscheidungstipps erwünscht.

20 November 2013

" Wo der Verstand nicht hilft, hilft der Teufel"

- gelesen in einem Buch einer meiner favorisierten Autoren. Es hat mich lange beschäftigt und tut es immer noch. Ich denke es steckt eine gewisser Anteil Wahrheit darin, eine erschreckende Wahrheit und ein erschreckend großer Anteil.

18 November 2013

Dinge die wir lieben

Fakt ist: wir lieben nicht immer genau das was ist, was wir sehen und für real halten. Oft lieben wir vielmehr die Vorstellungen, die wir von einem Menschen oder einer Situation haben. Ich würde es als Streich unserer Psyche bezeichnen, als Schauspiel und Illusion um uns glücklich zu machen. Ich finde das, an sich sehr nett von meiner Psyche und gleichzeitig sehr trügerisch. Immerhin können wir doch nie wirklich wissen, ob diese Erinnerung, mit der wir soviel verbinden, echt ist oder nur ein Teil einer Illusion, die wir gerne so erlebt hätten. Genauso zu übertragen ist dieses Phänomen auf Menschen. Viele Menschen, verlieben sich in Personen, die sie gar nicht wirklich kennen. Die Fähigkeiten, die sie ihnen andenken können, sind das was sie wirklich lieben.

Wobei ich denke dass Liebe, genauso wie alles andere, von der Wirtschaft ausgebeutet wird. Dieses Gefühl wird uns doch schon vorgelebt. Wie wollen wir dann die Dinge die, man uns glauben machen will, von denen unterscheiden die wir wirklich empfinden?

11 November 2013

Die Verteilung des Glücks

Ich werde wahrscheinlich nie wissen, wer oder was das Glück verteilt. Vielleicht ist es auch wirklich nur Zufall oder sogar berechenbar:
 Ein Kind, genau in diesem Moment gezeugt, wird mehr Glück Haben als eines,  das drei Minuten später gezeugt wurde. Vielleicht, vielleicht auch nicht.
Ich für meinen Teil kann nicht behaupten vom Glück Dauergeküsst zu sein. Ich bin nicht unglücklich, aber mein Leben verlief, mit meinen bescheidenen fünfzehn, nicht so wie bei anderen. Das Leben kann schwer sein, und das ist mit Sicherheit keine neue Erkenntnis.
Doch wenn es diese wundervollen, viel zu schnell vergänglichen Momente dann einmal gibt, kann man nur hoffen, dass dieses Gefühl eine Erinnerung bleibt, die uns auch in schlechten Zeiten aufmuntert. Ich versuche das Glück in den kleinen Dingen zu sehen, natürlich gelingt das nicht immer. Schlechte Laune ist, und bleibt auch oft, einfach schlechte Laune. Manchmal übersehe ich die Dinge auch einfach. Absichtlich oder unabsichtlich, darüber lässt sich streiten, denn manchmal fühle ich mich wegen meinem Glück schuldig.
Schuld und Glück.
Ich glaube es gehört irgendwie zusammen, nicht umsonst die Redewendung "des einen Freud, des Anderen Leid". Mein Schuldgefühl rührt daher, dass viele Kinder in meinem Alter nicht mal halb so gut davon kommen wie ich. Ich wachse mit dem Gefühl auf geliebt zu werden, habe immer Essen, wurde zum Glück, noch nie, mit Gewalt konfrontiert. Ich habe Glück, betrachtet man es aus dem einen Winkel, aus dem anderen...naja, es heißt ja auch nicht umsonst Leben.
Ich denke jeder sollte sich bewusst machen, dass es einem grundsätzlich gut geht. Ob das aufheitert oder nicht, es ist wichtig.
Das wir nicht nur von den kleinen Dingen glücklich sind, hängt natürlich von vielem ab, auch von unserer Gesellschaft. Unsere Gesellschaft, die so viel falsch macht, soviel übersieht, einander zerstört oder doch eher hilft?
Alle Male sind wir mit einigem verwöhnt. Vielleicht ein bisschen zu viel. Wir führen ein Luxusleben und vergessen doch viel zu schnell dass es uns gut geht.